Mobile App oder Web-App? Das ist nicht die richtige Frage
„Eine App wäre praktisch.“ Dann stellt sich heraus, dass sie nur für die Belegschaft ist, dass zwölf Leute sie nutzen, und dass eigentlich eine Maske gebraucht wird, die auf dem Telefon gut funktioniert. Also keine App.
Die technische Frage — nativ, plattformübergreifend oder Web — kommt danach. Davor steht eine zur Nutzung, und es gibt drei mögliche Antworten.
1. Hat die Person es ohnehin in der Hand?
Dient das Werkzeug denen, die draußen arbeiten — Technikerin auf der Baustelle, Monteur, Außendienst — und steckt das Telefon ohnehin in der Tasche, ergibt eine App Sinn: sie öffnet in zwei Sekunden, funktioniert auch ohne Empfang und kann Kamera und Standort nutzen.
Dient sie jemandem am Schreibtisch, ist eine App ein Schritt mehr. Der Browser wird trotzdem geöffnet.
2. Muss sie ohne Netz funktionieren?
Das ist die eigentliche technische Trennlinie. In einem Kellerlager, auf einer Baustelle außerhalb, auf einem Gerüst gibt es kein Netz. Soll die Arbeit trotzdem weitergehen und später abgleichen, braucht es eine App, die Daten lokal hält — und das ist echte Komplexität, die bezahlt werden muss und sich nur lohnt, wenn der Fall wirklich existiert.
„Ab und zu bricht die Leitung weg“ ist nicht dieser Fall. „Zwei Stunden am Tag gibt es keinen Empfang“ schon.
3. Muss sie Menschen erreichen, die Sie nicht kennen?
Ist das Werkzeug für Endkundschaft gedacht, die es herunterladen soll, planen Sie den schwersten Teil ein: sie zum Herunterladen zu bewegen. Eine installierte App ist eine Verpflichtung, die jemand eingeht, und die meisten heruntergeladenen Apps werden ein paarmal geöffnet und dann vergessen.
Für gelegentliche Nutzung — buchen, einen Stand prüfen, bezahlen — reicht eine Webadresse, die sich einfach öffnet, weiter als eine App, die installiert werden muss.
Die Kombinationen, die funktionieren
- Web-App für Business-Systeme, Kundenportale und Schreibtischwerkzeuge. Keine Installation, sofortige Aktualisierung für alle, geringere Kosten.
- Plattformübergreifende App (eine Codebasis, zwei Stores), wenn es aufs Telefon muss, die Funktionen unter iOS und Android aber dieselben sind. Das ist der häufigste Fall.
- Native App, wenn die Hardware gefordert wird — Dauerscans, schwere Karten, Bildverarbeitung, längere Nutzung, bei der der Akku zählt.
Ein Mittelweg, der oft genügt
Eine gut gebaute Website lässt sich aus dem Browser „installieren“, erscheint zwischen den Symbolen, läuft im Vollbild und kann Benachrichtigungen senden. Sie leistet nicht alles, was eine echte App leistet, deckt aber in vielen Fällen 80% zu einem Viertel der Kosten ab — und lässt sich vor allem ausprobieren, bevor man über die App entscheidet.
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